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Die sieben Schwestern – Rezension

Es ist faszinierend – eigentlich merken wir erst wirklich, dass wir gestresst sind, wenn wir beginnen uns wieder zu entspannen. Wenn der ganze Druck von unseren Schultern ablässt und uns zeigt, wie wir uns eigentlich fühlen sollten. Jetzt, wo ich mich nach so langer Zeit wieder im Urlaub befinde, merke erst jetzt, dass diese Auszeit vielleicht doch ein bisschen früher hätte stattfinden müssen. Aber das ist jetzt nicht mehr von Bedeutung, denn nach einer Woche guten Essens und leckerer Cocktails spüre ich, wie die ganze Anspannung endlich von mir abgefallen ist.
Erstaunlich, dass mit diesem Stressabbau auch die Lust zum Lesen wieder gestiegen ist. Mein erstes Buch diesen Jahres habe ich nach 2 Tagen beendet und seither fühle ich mich sogar noch mehr angekommen. Ich kann nicht beschreiben, wie sehr mir dieses Gefühl gefehlt hat und ich denke, dass ich mit diesem Buch auf jeden Fall die richtige Wahl zur Wiedereingliederung in die Lesewelt getroffen habe.  Weiterlesen „Die sieben Schwestern – Rezension“

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Die Illuminae-Akten_01 – Rezension

Meine Abschlussprüfung rückt immer näher und auch der Sommer entscheidet sich langsam aber sicher, für dieses Jahr seine Sachen zu packen und endgültig Eis und Schnee in Empfang zu nehmen. In letzter Zeit hatte ich so wenig Lust aufs Lesen, dass ich die ganzen Bücher, die ich mir in freudiger Erwartung im Oktober zugelegt habe, noch nicht einmal auspacken wollte. Ich kann nicht sagen, wann der Umschwung kam, doch als ich an den Feiertagen zuhause war, hatte ich plötzlich wieder unglaublich Lust zu lesen – und begann mit dem Buch, von dem ich mir sehr viel erwartete. Weiterlesen „Die Illuminae-Akten_01 – Rezension“

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Solange du atmest – Rezension

Woran merken wir, dass der Herbst kommt? Die Blätter beginnen, ihre Farbe in die verschiedensten Farben zu verändern, die Tage werden wieder kürzer und wenn man am Morgen aufsteht, empfangen einen nicht mehr die ersten Sonnenstrahlen, sondern Dunkelheit, vermischt mit einem milchweißen Nebel. Die Luft riecht nach Schnee und Kälte und am aller besten: Wir fangen an uns auf die Couch oder das Bett zurückzuziehen und trinken unseren warmen Kakao, Kaffee oder Tee, während wir ein Buch auf unserem Schoß platziert haben. Es kommt mir so vor, als hätte ich mit dem Hörbuch, das mich noch vor kurzem in die Arbeit und zurück begleitet hat, durch den Sommer in den Herbst mitgenommen, obwohl ich nur knappe zwei Wochen dafür gebraucht habe. Nach meinen letzten beiden Hörbüchern, die eher etwas jugendlicher angehaucht waren, war ich gespannt auf etwas, welches einer ganz anderen Sorte entsprach: Ein Krimi, oder doch ein Roman? Was ist „Solange du atmest“ eigentlich genau?


Kurzinfo:

– circa 9 Stunden Laufzeit
– Mitte 2017 im RandomHouse Verlag erschienen
– gelesen von Petra Schmidt-Schaller
– hier bestellen


Inhalt: Es beginnt alles mit der jungen Frau Robin, die eine eigene Therapiepraxis besitzt. Eines Tages bekommt sie einen Anruf ihrer Schwester, mit der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, genau wie mit ihrer restlichen Familie, seit ihre beste Freundin Tara ihren Vater geheiratet hat. Was sie erfährt, kann sie anfangs gar nicht glauben: Ihr Vater, seine Frau und ihre Tochter wurden angeschossen. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Hause, um ihrer Familie beizustehen. Doch das ist nicht der einzige Grund. Sie will herausfinden, wer zu einer solchen Tat fähig wäre. Wer könnte eine junge Mutter und ein 12-jähriges Mädchen anschießen? Als Tara schließlich ihren Verletzungen erliegt, ist es an ihrer kleinen Tochter, Licht in dieses Drama zu bringen. Kann Robin mit ihrer Hilfe den Mord aufklären und was hat Robins Bruder Alec, der nach ihrem Gespräch über die Ereignisse plötzlich verschwindet, damit zu tun?

Meine Meinung: Vielen herzlichen Dank an das RandomHouse Team für die Zusendung des Hörbuchs und die stets professionelle Zusammenarbeit und  Unterstützung meines Blogs.
Obwohl das Ende des Hörbuches schon einige Tage zurück liegt, kann ich mich immer noch nicht so recht mit einem neuen zufriedengeben. Die Stimme der Leserin fand ich wahnsinnig angenehm und ich hatte wirklich Freude ihr zuzuhören. Das ganze erzählt sich viel mehr wie ein Roman, als ein Thriller. Wir werden mitgenommen auf Robins Weg zurück zu ihrer Familie, die sie so viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Die Kluft zwischen ihr und ihrer großen Schwester Melanie, der Umgang mit ihrem autistischen Neffen und die gestörte Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, nachdem er ihre beste Freundin geheiratet hat. Mal ehrlich, normal ist ja wohl was anderes oder? Jedenfalls geht es in dem Stil weiter und weiter. Hätte ich das Genre erraten müssen, hätte ich auf „Familientragödie“ gewettet. Der Schreibstil ist flüssig, aber dennoch birgt das Buch seine Längen. Das gesamte Geschehen findet schließlich an fast immer ein- und den selben Plätzen statt. Das Haus von Robins Schwester Melanie, das Krankenhaus und das war eigentlich schon so gut wie alles. Jedoch hat dies auch etwas gutes: Wir können uns als Leser einen Einblick verschaffen. Ich hatte schon bald eine genaue Vorstellung. Von dem Haus, den Charakteren und natürlich auch deren Gefühlen. Hier kurz eine pro- und contra Liste, damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt.

+ ausführliche und intensive Schreibweise
+ beim Hörbuch eine tolle Erzählstimme
+ interessante Entwicklung der Charaktere
+ sympathische Protagonistin

keine ich-Perspektive, was mich persönlich einfach etwas gestört hat
das Ende! Bei der Hälfte des Buches war es mir schon klar und leider hat es sich bewahrheitet

Fazit: Ein gut geschriebener Roman, der einen unterhält und sich an manchen Stellen etwas in die Länge zieht. Alles in allem ein gelungenes Hörbuch, an dem man feststellen kann, was die Autorin zu bieten hat. Jedoch sollte man sich darauf gefasst machen, dass wenn man gerne und viele Bücher liest, man möglicherweise frühzeitig das Rätsel auflösen könnte.

Rating: ★★★☆☆ – ★★★★☆ (3,5 Sterne)

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Stephen King: Es – Kritik

Ich war schon viel zu lange nicht mehr im Kino. Hätte ich dieses Wochenende nicht krank im Bett gelegen, wäre ich bestimmt gegangen und hätte mir Stephen King’s „Es“ angesehen. Zum einen natürlich der offensichtliche Grund, dass ich verrückt nach King bin und am liebsten sofort alles was er je geschrieben hat lesen wollen würde und zum anderen, weil der Trailer wirklich klasse aussieht (schaut ihn euch hier an). Doch weil ich im Bett liegen bleiben musste und viel Zeit zum lesen hatte ist mir aufgegangen, dass ich ja meine Rezension zum Buch noch nicht veröffentlicht habe. Was gibt es schöneres als an einem Sonntag auf der Couch zu liegen, draußen dem Regen zuzusehen und zu einem der besten seine Meinung zu teilen.

Was erzählt King in seinem Buch „Es“? Es beginnt mit einem kleinen Jungen im gelben Anorak, der die Straße entlangläuft, um sein kleines Papierboot treiben zu lassen. Doch dann trifft er auf etwas Schreckliches: Es, das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens. Circa alle 30 Jahre passiert es wieder: Kinder verschwinden, Menschen sterben und keiner findet die Antwort für diese Verbrechen. Bis 7 Kinder sich entscheiden, „Es“ zu jagen und zur Strecke zu bringen. Wird ihnen das gelingen?


Es von Stephen King

Kurzinfo:
– 1986 erschienen
– 1536 Seiten
– hier könnt ihr euch das Buch holen
– der Film ist seit 28.9 im Kino


Meine Meinung: Das Buch ist in 2 große Zeitsprünge unterteilt: Die Vergangenheit, also als die 7 Hauptpersonen Kinder waren und die Gegenwart, in der sie Erwachsen sind. King nimmt sich wie gewohnt unglaublich viel Zeit, die Charaktere vorzustellen und gibt uns anfangs einen Einblick in ihre Welt als Erwachsene. Der Schreibstil hat mir von allen Büchern, die ich von King gelesen habe, am besten gefallen. Trotz der hohen Seitenanzahl kam ich zügig voran und habe mich mit der Geschichte unglaublich wohlgefühlt. Wir sind im geliebten Derry, wie schon in „Der Anschlag“ und ich mag es sehr, dass die Orte der Bücher in anderen immer wieder auftauchen können. In manch anderen Werken war mir die Beschreibung etwas zu lang (z.B. „The Stand“), nicht jedoch hier. Bei jeder Beschreibung folgt man der Geschichte gespannt und möchte mehr über jede einzelne Person erfahren. Das reinkommen war für mich das schwierigste, da ich am Anfang nicht genau wusste, um was es in dem Buch überhaupt geht, außer vielleicht um einen gruseligen Clown. Ich wusste einfach nicht auf was ich mich einstellen sollte aber nach den ersten Seiten war ich direkt gefesselt und konnte nicht mehr aufhören, mehr über die Geschehnisse in Derry zu erfahren. Die Sprünge in die Vergangenheit sind alle perfekt eingearbeitet und man freut sich auf jeden einzelnen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Mit der Zeit erlangt man eine vage Vorstellung davon, was „Es“ ist, aber die Darstellung von Stephen King hat mich doch überrascht, so wie einiges in dem Buch, und das macht es meiner Meinung nach auch zu seinem besten Buch (welches ich bisher gelesen habe), da dort wirklich alles stimmig ist und man voll auf seine Kosten kommt.

Fazit: Ein Meisterwerk! Ich war wirklich traurig, als ich merkte, dass das Buch bald vorbei ist, auch wenn es ein Buch ist, in welches man viel Zeit investieren muss. Ich war immer komplett in die Geschichte versunken und ich fand auch das Ende perfekt, ich persönlich hätte mir kein anderes gewünscht. Eines der besten, wenn nicht das beste Buch, was ich je gelesen habe.

Rating: ★★★★★
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Raum – Filmkritik

Jeder kennt es: Der Herbst ist in vollem Gange, das Wetter draußen ist grau und kalt und das Einzige, was man tun kann, ist es sich auf der Couch gemütlich zu machen, sich einen Film oder zwei anzuschauen oder sich in ein Buch zu vertiefen. Ich lese immer noch an „Good as Gone“ und habe wirklich dringend eine Pause gebraucht. Also habe ich mich auf Sky umgeschaut und einen Film gefunden, den ich eigentlich schon als Buch zu Hause habe, der mich aber so interessiert hat, dass ich ihn kurzerhand angeschaut habe.

Also, um was geht’s in diesem Film? Für den fünfjährigen Jack und seine Mutter Joy spielt sich das gesamte Leben in einem einzigen Zimmer ab, den sie „Raum“ nennen. Sie besitzen nur einen Tisch, zwei Stühle, eine Matratze und einen Wandschrank.  Das ist alles, was ihnen der Mann, den die beiden nur „Old Nick“ nennen, zur Verfügung stellt. Der Mann, der Joy seit 7 Jahren gefangen hält, in dieser fensterlosen Hütte in seinem Garten. Ihrem Sohn ist die Außenwelt garnicht bekannt. „Raum“ ist alles was er kennt. In dem alten Fernseher, der ihnen zu Verfügung steht, sind seiner Meinung nach alle Menschen unecht, ausgedacht. Alles was echt ist, befindet sich in dieser Hütte. Er, seine Ma, Old Nick. Alles andere entspringt nur seiner Fantasie. Das Essen zaubert Old Nick durch Magie herbei und andere Menschen gibt es nicht. Doch dann  passiert etwas, dass ihn zweifeln lässt und seine Ma dazu bringt, ihm die Wahrheit über „Raum“ zu berichten. Die Situation spitzt sich zu und die beiden haben nur eine Chance, Old Nick zu entkommen: Jack muss nach draußen und Hilfe finden. Wird ihm das gelingen? Weiterlesen „Raum – Filmkritik“

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Ewig Dein-Deathline: Rezension

Seit ich vor einigen Wochen umgezogen bin hat sich der Weg zur Arbeit nicht nur verdoppelt, sondern er wurde auch noch doppelt so schlimm. Ich muss einspurige Berge, ungeteerte Straßen und dann auch noch eine immer sehr gut befahrene Autobahn überwinden um nach diesem Horrortrip festzustellen, dass man jetzt erst bei der Arbeit angekommen ist.
Jedoch ist letzte Woche etwas passiert, das meine Meinung zu meinen täglichen Autofahrten deutlich verbessert hat. Denn ich hatte das Glück, von der Verlagsgruppe RandomHouse, genauer gesagt cbj, eine wunderschöne Ausgabe des Hörbuchs „Ewig Dein – Deathline“ erhalten zu haben. An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön.
Ich war zwar schon immer ein größer Bücherfan, jedoch habe ich Hörbüchern nie sonderlich viel Aufmerksamkeit gewidmet und jetzt sitze ich hier, schreibe meine Rezension und frage mich warum? Es hat nicht nur die Autofahrten erträglicher gemacht sondern auch die Vorfreude erzeugt, auf der Heimreise weiter zu hören. Weiterlesen „Ewig Dein-Deathline: Rezension“

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Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt – Rezension

Eigentlich wollte ich Du neben mir oder auch im englischen Everything, Everything im Kino sehen, aber da ich mit der Arbeit und Prüfungsvorbereitungen so viel zu tuen hatte habe ich es leider nicht geschafft und mir deshalb einfach das Buch angeschafft.

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Zum Inhalt: Das Buch wurde in der Ich-Perspektive verfasst und handelt von der Protagonistin Madeleine, die an einerbesonderen Imun-Krankheit leidet. Aufgrund dieser Krankheit darf sie das Haus niemals verlassen und lebt zurückgezogen mit den einzigen Personen, mit denen sie regelmäßig Kontakt hat: ihrer Mutter, und zu ihrer Pflegerin. Weil Maddy weiß, dass sie anders nicht überleben würde, hat die mittlerweile 18-jährige Jugendliche sich mit ihrem Schicksal abgefunden und steckt die meiste Zeit ihre Nase inein Buch, um ihrem tristen Alltag zu entfliehen.

Weiterlesen „Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt – Rezension“