rezensiert

Ich soll nicht lügen – Rezension

Mein Urlaub neigt sich schön langsam dem Ende zu. Seit über einer Woche bin ich bereits in der Türkei und ich spüre richtig, wie mein Kopf wieder freier und meine Gedanken klarer geworden sind. Ich hatte endlich wieder Zeit zum fotografieren, lesen und einfach dafür, in der Sonne zu liegen und die Augen zu schließen. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr wisst, das ihr euch nicht beeilen müsst, ihr den Tag einfach so gestalten könnt, wie ihr wollt? Das beschreibt meinen momentanen Zustand wirklich sehr gut.
Nach „Die sieben Schwestern“ habe ich mich auf ein Buch konzentriert, dass nicht nur schon sehr lange auf meinem Sub liegt, sondern ich es auch schon einige Zeit mit ein paar Unterbrechungen lese. Freundlicherweise wurde mir dieses Buch als Leseexemplar von der NetGalley in Form eines E-Books zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür! Weiterlesen „Ich soll nicht lügen – Rezension“

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Flow-Challenge

Flow-Challenge #5

flow

Nach langer Auszeit führe ich natürlich auch meinen wöchentlichen Beitrag zur Flow-Challenge fort. Obwohl ich zu den anderen bestimmt relativ weit abgeschlagen bin, freue ich mich über neue Fragen und vor allem darüber, wie ihr diese beantworten werden oder bereits beantwortet habt.

Die Idee stammt von Nana-Der Bücherblog, also unbedingt vorbeischauen 🙂

Teil 1/Teil 2/Teil 3/Teil 4

 

1. Welche Sachen machen dich froh?

Meine Familie, der Sommer und ein entspannter Abend mit geliebten Menschen bei einer guten Serie.

2. Hast du heute schon mal nach den Wolken am Himmel geschaut?

Ja, als ich draußen beim spazieren gehen war und gemerkt habe, dass es zusammenzieht und bald anfangen wird zu regnen.

3. Welches Wort sagst du zu häufig?

Ich glaube ich sage sehr oft „wundervoll“. Ich glaube, weil ich es einfach satt hatte, immer „gut“ oder „toll“ zu sagen. 😀

4. Stehst du gerne im Mittelpunkt?

Ehrlich gesagt ist es mir eher unangenehm.

5. Wofür solltest du dir häufiger Zeit nehmen?

Einfach mal durchzuatmen und sich einen Moment ohne Handy, Laptop oder andere Einflüsse zu nehmen.

6. Welcher Tag der Woche ist dein Lieblingstag?

Ich liebe den Freitag, weil ich weiß, dass das ganze Wochenende noch vor mir liegt.

7. Fällt es dir leicht, um Hilfe zu bitten? 

Es kommt immer auf die Situation an, aber normalerweise bin ich eine Person, die sehr ungern um Hilfe bittet, wenn es nicht unbedingt sein muss.

8. Was kannst du nicht wegwerfen?

Erinnerungen an verlorene Personen.

9. Welche Seite im Internet besuchst du täglich?

YouTube und Instagram

10. Hast du schon mal etwas gestohlen?

Nein, nicht dass es mir bewusst wäre.

 

Heute kurz und knackig. Ich drücke euch und wünsche eine schöne restliche Woche 🙂

Allgemein

ein halbes Jahr ohne lesen – was ist passiert?

image.pngIch erinnere mich noch an das letzte mal als ich etwas für meinen Blog verfasst habe. Ich bin auf meinem Bett im Schlafzimmer gelegen, neben mir meine beiden Katzen und vor mir ein Buch, welches ich nie wieder aus dem Gedächtnis verlieren würde, weil es so gut war. 

Wenn man sich so etwas aufgebaut hat, seine eigene kleine Welt voll mit Büchern und Filmen, kann man sich oft nicht mehr vorstellen, was etwas an dieser Leidenschaft ändern soll. Ich wusste es auch nicht. Bis ich es selbst erleben musste.

Mein Blog hat sich auf Dinge konzentriert, die sich mit meiner Meinung befasst haben. Ich habe das getan, was ich immer schon geliebt habe und irgendwann wollte ich es nicht einfach nur erleben, sondern ich wollte anderen mein Erlebnis teilen lassen. Mein persönliches Leben habe ich meistens außen vor gelassen – vor allem weil ich mir nicht vorstellen konnte das es jemanden interessieren könnte. 

Doch nachdem nun so viel Zeit vergangen ist, muss ich es mir einfach von der Seele schreiben. Nicht nur als Erklärung sondern zum Großteil auch für mich. 

Es gab jemanden, der mir half, meinen Blog aufzubauen. Jemanden, der meine Bilder machte und meine Rezensionen las, mir sagte, wenn ich übertrieb und mir half, wenn ich nicht wusste was ich schreiben sollte. Eine Person, die meine Träume teilte und mit der ich das erste mal erleben durfte, wie es ist, jemanden mehr zu lieben als sich selbst. Wenn man so einen Menschen verliert, weiß man häufig zuerst nicht, was einem fehlt. Ich meine, man weiß, dass etwas gegangen ist, was dir wichtig war, aber die Feinheiten, die Kleinigkeiten, bemerkst du erst viel später. Erst dann, wenn du denkst, du würdest dich auf dem Weg der Besserung befinden. 

In den letzten Monaten konnte ich nicht lesen, ich konnte keine Serien beginnen, weil alles was ich tat, mich an die Vergangenheit erinnerte und das wollte ich einfach erstmal ablegen. 

Heute habe ich zum ersten mal wieder gelesen. Es fühlt sich richtig an und noch richtiger ist es für mich, endlich wieder mit dem schreiben zu beginnen. Ich freue mich auf die Zukunft. 

Allgemein

Solange du atmest – Rezension

Woran merken wir, dass der Herbst kommt? Die Blätter beginnen, ihre Farbe in die verschiedensten Farben zu verändern, die Tage werden wieder kürzer und wenn man am Morgen aufsteht, empfangen einen nicht mehr die ersten Sonnenstrahlen, sondern Dunkelheit, vermischt mit einem milchweißen Nebel. Die Luft riecht nach Schnee und Kälte und am aller besten: Wir fangen an uns auf die Couch oder das Bett zurückzuziehen und trinken unseren warmen Kakao, Kaffee oder Tee, während wir ein Buch auf unserem Schoß platziert haben. Es kommt mir so vor, als hätte ich mit dem Hörbuch, das mich noch vor kurzem in die Arbeit und zurück begleitet hat, durch den Sommer in den Herbst mitgenommen, obwohl ich nur knappe zwei Wochen dafür gebraucht habe. Nach meinen letzten beiden Hörbüchern, die eher etwas jugendlicher angehaucht waren, war ich gespannt auf etwas, welches einer ganz anderen Sorte entsprach: Ein Krimi, oder doch ein Roman? Was ist „Solange du atmest“ eigentlich genau?


Kurzinfo:

– circa 9 Stunden Laufzeit
– Mitte 2017 im RandomHouse Verlag erschienen
– gelesen von Petra Schmidt-Schaller
– hier bestellen


Inhalt: Es beginnt alles mit der jungen Frau Robin, die eine eigene Therapiepraxis besitzt. Eines Tages bekommt sie einen Anruf ihrer Schwester, mit der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, genau wie mit ihrer restlichen Familie, seit ihre beste Freundin Tara ihren Vater geheiratet hat. Was sie erfährt, kann sie anfangs gar nicht glauben: Ihr Vater, seine Frau und ihre Tochter wurden angeschossen. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Hause, um ihrer Familie beizustehen. Doch das ist nicht der einzige Grund. Sie will herausfinden, wer zu einer solchen Tat fähig wäre. Wer könnte eine junge Mutter und ein 12-jähriges Mädchen anschießen? Als Tara schließlich ihren Verletzungen erliegt, ist es an ihrer kleinen Tochter, Licht in dieses Drama zu bringen. Kann Robin mit ihrer Hilfe den Mord aufklären und was hat Robins Bruder Alec, der nach ihrem Gespräch über die Ereignisse plötzlich verschwindet, damit zu tun?

Meine Meinung: Vielen herzlichen Dank an das RandomHouse Team für die Zusendung des Hörbuchs und die stets professionelle Zusammenarbeit und  Unterstützung meines Blogs.
Obwohl das Ende des Hörbuches schon einige Tage zurück liegt, kann ich mich immer noch nicht so recht mit einem neuen zufriedengeben. Die Stimme der Leserin fand ich wahnsinnig angenehm und ich hatte wirklich Freude ihr zuzuhören. Das ganze erzählt sich viel mehr wie ein Roman, als ein Thriller. Wir werden mitgenommen auf Robins Weg zurück zu ihrer Familie, die sie so viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Die Kluft zwischen ihr und ihrer großen Schwester Melanie, der Umgang mit ihrem autistischen Neffen und die gestörte Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, nachdem er ihre beste Freundin geheiratet hat. Mal ehrlich, normal ist ja wohl was anderes oder? Jedenfalls geht es in dem Stil weiter und weiter. Hätte ich das Genre erraten müssen, hätte ich auf „Familientragödie“ gewettet. Der Schreibstil ist flüssig, aber dennoch birgt das Buch seine Längen. Das gesamte Geschehen findet schließlich an fast immer ein- und den selben Plätzen statt. Das Haus von Robins Schwester Melanie, das Krankenhaus und das war eigentlich schon so gut wie alles. Jedoch hat dies auch etwas gutes: Wir können uns als Leser einen Einblick verschaffen. Ich hatte schon bald eine genaue Vorstellung. Von dem Haus, den Charakteren und natürlich auch deren Gefühlen. Hier kurz eine pro- und contra Liste, damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt.

+ ausführliche und intensive Schreibweise
+ beim Hörbuch eine tolle Erzählstimme
+ interessante Entwicklung der Charaktere
+ sympathische Protagonistin

keine ich-Perspektive, was mich persönlich einfach etwas gestört hat
das Ende! Bei der Hälfte des Buches war es mir schon klar und leider hat es sich bewahrheitet

Fazit: Ein gut geschriebener Roman, der einen unterhält und sich an manchen Stellen etwas in die Länge zieht. Alles in allem ein gelungenes Hörbuch, an dem man feststellen kann, was die Autorin zu bieten hat. Jedoch sollte man sich darauf gefasst machen, dass wenn man gerne und viele Bücher liest, man möglicherweise frühzeitig das Rätsel auflösen könnte.

Rating: ★★★☆☆ – ★★★★☆ (3,5 Sterne)