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Wie beginnst du einen Eintrag nach Monaten der Abwesenheit? Nachdem sich eigentlich deine ganze Beschreibung geändert hat und du so viele Bücher auf deinem Stapel der Rezensionsexemplare hast, die du vor Monaten hättest rezensieren sollen? Und trotzdem konntest du nicht. Du konntest dich nicht zwingen einfach ein paar Zeilen zu schreiben, überhaupt etwas zu schreiben in dem Wissen, dass es der ganzen Arbeit die du in deinen Blog gesteckt hast nicht gerecht wird. Und du fängst immer wieder von vorne an. Wie viele einträge habe ich Schon begonnen und dann wieder beendet? Wie viele sind schon in meinen Entwürfen gespeichert? Ich kann sie nicht zählen. Und ich weiss nicht mal genau was mit diesem hier passiert. Bist du nur wieder ein weiterer Versuch? Ein Entwurf? Es ist so komisch mitanzusehen, wie sich alle deine „Kollegen und Kolleginnen“ auf Booktube weiterentwickeln, ihre Blogs verschönen und ihren Schreibstil verbessern aber du sitzt fest. Egal was du tust, wie sehr du dich freust wieder anzufangen zu schreiben, du kannst es nicht. Du öffnest deinen Blog und die Erinnerungen an die Zeit in den du ihn voller Hoffnungen und Wünsche eröffnet hast, verschwinden plötzlich wieder. Wer bist du eigentlich?
Inzwischen Schülerin, kurz vor dem richtigen Abitur (hoffentlich) und mit dem Wunsch zu studieren, weiter zu kommen und mich neu zu erfinden. Mehr zu sein als nur Bankangestellte oder Freundin, zu lernen auf mich selbst stolz zu sein.
Die letzte Zeit war vollgepackt mit Veränderung. Nicht nur beruflich sondern auch privat versuchte ich, mich selbst besser kennenzulernen. Ich ging mehr raus, war auf Reisen und lernte für mein Fachabitur. Zum lesen kam ich kaum mehr noch und stellte mir unterbewusst immer diese eine Frage, auf die ich keine Antwort wusste: „Fehlt nicht etwas?“ Lesen kann Welten öffnen. Etwas das mir immer half, wenn ich für ein paar Stunden fliehen musste. Aber nicht nur das Lesen fehlte mir auch. Ich sehnte mich auch danach, aufzuschreiben, was mich bedrückte und beschäftigte. Mit Menschen zu teilen, die mich nicht kannten, verurteilen konnten. Auf Booktube konnte ich die Person sein, die nicht davor Angst hatte, Gefühle und Ängste zu zeigen. Jemand, der offen und ehrlich ist.
Vor ein paar Wochen saß ich also in der Schule. Wir hatten Deutsch und sprachen über eine Gedichtanalyse und nur aus Zufall kam ich mit einem Mädchen in der Reihe hinter mir ins Gespräch. Sie liebte Bücher also empfahl ich ihr, doch einfach einen Blog zu machen und in diesem Moment spürte ich, das genau jetzt der Moment war, den ich mir so gewünscht hatte. Ihre Freude und ihr Elan, einen Blog zu machen und über ihre Leidenschaft, das Lesen, zu berichten, brachte mich meinem Traum endlich wieder ein Stück näher. Also sitze ich jetzt hier, Sonntag Abend, und klicke auf meinen Blog, der nun schon über 2 Jahre alt ist. Und endlich muss ich bei diesem Anblick lächeln, denn ich weiß, ich bin endlich wieder zu Hause.
Jessi ❤️
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ein halbes Jahr ohne lesen – was ist passiert?

image.pngIch erinnere mich noch an das letzte mal als ich etwas für meinen Blog verfasst habe. Ich bin auf meinem Bett im Schlafzimmer gelegen, neben mir meine beiden Katzen und vor mir ein Buch, welches ich nie wieder aus dem Gedächtnis verlieren würde, weil es so gut war. 

Wenn man sich so etwas aufgebaut hat, seine eigene kleine Welt voll mit Büchern und Filmen, kann man sich oft nicht mehr vorstellen, was etwas an dieser Leidenschaft ändern soll. Ich wusste es auch nicht. Bis ich es selbst erleben musste.

Mein Blog hat sich auf Dinge konzentriert, die sich mit meiner Meinung befasst haben. Ich habe das getan, was ich immer schon geliebt habe und irgendwann wollte ich es nicht einfach nur erleben, sondern ich wollte anderen mein Erlebnis teilen lassen. Mein persönliches Leben habe ich meistens außen vor gelassen – vor allem weil ich mir nicht vorstellen konnte das es jemanden interessieren könnte. 

Doch nachdem nun so viel Zeit vergangen ist, muss ich es mir einfach von der Seele schreiben. Nicht nur als Erklärung sondern zum Großteil auch für mich. 

Es gab jemanden, der mir half, meinen Blog aufzubauen. Jemanden, der meine Bilder machte und meine Rezensionen las, mir sagte, wenn ich übertrieb und mir half, wenn ich nicht wusste was ich schreiben sollte. Eine Person, die meine Träume teilte und mit der ich das erste mal erleben durfte, wie es ist, jemanden mehr zu lieben als sich selbst. Wenn man so einen Menschen verliert, weiß man häufig zuerst nicht, was einem fehlt. Ich meine, man weiß, dass etwas gegangen ist, was dir wichtig war, aber die Feinheiten, die Kleinigkeiten, bemerkst du erst viel später. Erst dann, wenn du denkst, du würdest dich auf dem Weg der Besserung befinden. 

In den letzten Monaten konnte ich nicht lesen, ich konnte keine Serien beginnen, weil alles was ich tat, mich an die Vergangenheit erinnerte und das wollte ich einfach erstmal ablegen. 

Heute habe ich zum ersten mal wieder gelesen. Es fühlt sich richtig an und noch richtiger ist es für mich, endlich wieder mit dem schreiben zu beginnen. Ich freue mich auf die Zukunft. 

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Solange du atmest – Rezension

Woran merken wir, dass der Herbst kommt? Die Blätter beginnen, ihre Farbe in die verschiedensten Farben zu verändern, die Tage werden wieder kürzer und wenn man am Morgen aufsteht, empfangen einen nicht mehr die ersten Sonnenstrahlen, sondern Dunkelheit, vermischt mit einem milchweißen Nebel. Die Luft riecht nach Schnee und Kälte und am aller besten: Wir fangen an uns auf die Couch oder das Bett zurückzuziehen und trinken unseren warmen Kakao, Kaffee oder Tee, während wir ein Buch auf unserem Schoß platziert haben. Es kommt mir so vor, als hätte ich mit dem Hörbuch, das mich noch vor kurzem in die Arbeit und zurück begleitet hat, durch den Sommer in den Herbst mitgenommen, obwohl ich nur knappe zwei Wochen dafür gebraucht habe. Nach meinen letzten beiden Hörbüchern, die eher etwas jugendlicher angehaucht waren, war ich gespannt auf etwas, welches einer ganz anderen Sorte entsprach: Ein Krimi, oder doch ein Roman? Was ist „Solange du atmest“ eigentlich genau?


Kurzinfo:

– circa 9 Stunden Laufzeit
– Mitte 2017 im RandomHouse Verlag erschienen
– gelesen von Petra Schmidt-Schaller
– hier bestellen


Inhalt: Es beginnt alles mit der jungen Frau Robin, die eine eigene Therapiepraxis besitzt. Eines Tages bekommt sie einen Anruf ihrer Schwester, mit der sie seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr hatte, genau wie mit ihrer restlichen Familie, seit ihre beste Freundin Tara ihren Vater geheiratet hat. Was sie erfährt, kann sie anfangs gar nicht glauben: Ihr Vater, seine Frau und ihre Tochter wurden angeschossen. Sofort macht sie sich auf den Weg nach Hause, um ihrer Familie beizustehen. Doch das ist nicht der einzige Grund. Sie will herausfinden, wer zu einer solchen Tat fähig wäre. Wer könnte eine junge Mutter und ein 12-jähriges Mädchen anschießen? Als Tara schließlich ihren Verletzungen erliegt, ist es an ihrer kleinen Tochter, Licht in dieses Drama zu bringen. Kann Robin mit ihrer Hilfe den Mord aufklären und was hat Robins Bruder Alec, der nach ihrem Gespräch über die Ereignisse plötzlich verschwindet, damit zu tun?

Meine Meinung: Vielen herzlichen Dank an das RandomHouse Team für die Zusendung des Hörbuchs und die stets professionelle Zusammenarbeit und  Unterstützung meines Blogs.
Obwohl das Ende des Hörbuches schon einige Tage zurück liegt, kann ich mich immer noch nicht so recht mit einem neuen zufriedengeben. Die Stimme der Leserin fand ich wahnsinnig angenehm und ich hatte wirklich Freude ihr zuzuhören. Das ganze erzählt sich viel mehr wie ein Roman, als ein Thriller. Wir werden mitgenommen auf Robins Weg zurück zu ihrer Familie, die sie so viele Jahre nicht mehr gesehen hat. Die Kluft zwischen ihr und ihrer großen Schwester Melanie, der Umgang mit ihrem autistischen Neffen und die gestörte Beziehung zwischen ihr und ihrem Vater, nachdem er ihre beste Freundin geheiratet hat. Mal ehrlich, normal ist ja wohl was anderes oder? Jedenfalls geht es in dem Stil weiter und weiter. Hätte ich das Genre erraten müssen, hätte ich auf „Familientragödie“ gewettet. Der Schreibstil ist flüssig, aber dennoch birgt das Buch seine Längen. Das gesamte Geschehen findet schließlich an fast immer ein- und den selben Plätzen statt. Das Haus von Robins Schwester Melanie, das Krankenhaus und das war eigentlich schon so gut wie alles. Jedoch hat dies auch etwas gutes: Wir können uns als Leser einen Einblick verschaffen. Ich hatte schon bald eine genaue Vorstellung. Von dem Haus, den Charakteren und natürlich auch deren Gefühlen. Hier kurz eine pro- und contra Liste, damit ihr euch einen Überblick verschaffen könnt.

+ ausführliche und intensive Schreibweise
+ beim Hörbuch eine tolle Erzählstimme
+ interessante Entwicklung der Charaktere
+ sympathische Protagonistin

keine ich-Perspektive, was mich persönlich einfach etwas gestört hat
das Ende! Bei der Hälfte des Buches war es mir schon klar und leider hat es sich bewahrheitet

Fazit: Ein gut geschriebener Roman, der einen unterhält und sich an manchen Stellen etwas in die Länge zieht. Alles in allem ein gelungenes Hörbuch, an dem man feststellen kann, was die Autorin zu bieten hat. Jedoch sollte man sich darauf gefasst machen, dass wenn man gerne und viele Bücher liest, man möglicherweise frühzeitig das Rätsel auflösen könnte.

Rating: ★★★☆☆ – ★★★★☆ (3,5 Sterne)

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Es – Filmkritik

Ich will nicht übertreiben, aber seit der Bekanntgabe, dass „Es“ von Stephen King in die Kinos kommen würde, war für mich klar, dass ich die erste Person sein würde, die sich diesen Film im Kino ansieht. Egal an welchem Tag oder zu welcher Zeit, ich wollte unbedingt zum Filmstart die ersten Karten in den Händen halten. Der Plan lief soweit ganz gut. Online konnte ich mir meine Plätze sichern und war schon Wochen vorher total aufgeregt, wie die Neuverfilmung wohl gestaltet werden würde. Doch leider verschob sich das alles wegen einer unerwarteten Grippe etwas nach hinten und ich musste mich bis zu dieser Woche gedulden. Als wir im Kino ankamen, sah man nicht nur das tolle Filmplakat, sondern auch noch einen roten Luftballon, der an das Plakat geheftet wurde – wie passend!

Der Inhalt müsste eigentlich allen klar sein, aber für alle Fälle habe ich die Story nochmal zusammengefasst: In Derry, der Stadt in der alles eigentlich immer ganz beschaulich zugeht, werden wir Zeuge von brutalen Verbrechen. Kinder verschwinden – und das am helllichten Tag. Das einzige, was übrig bleibt, sind abgetrennte Körperteile. Was keiner für möglich hält: Eine dämonische Kreatur treibt in dieser Stadt ihr Unwesen und lebt dort, wo sich fast niemand freiwillig hinwagen würde: In der Kanalisation. Um diesem Schrecken ein Ende zu setzen vereinen sich sieben Freunde, die gemeinsam gegen „Es“ ankämpfen. Doch der böse Clown nutzt seine übernatürlichen Fähigkeiten und so werden die schlimmsten Alpträume der Freunde wahr. Bald weiß niemand mehr was real ist und was nur eine Fiktion.

 

Meine Meinung: Ich hab mich in diesem Jahr auf keinen Film so sehr gefreut wie auf diesen. Natürlich wegen des Buches, das mir unglaublich gut gefiel, aber auch, weil der erste Film, der mit Tim Curry in der Hauptrolle veröffentlicht wurde, mich damals unglaublich gegruselt hat. Normalerweise ist es üblich, dass wenn man mit hohen Erwartungen in einen Film oder in ein Buch startet, man meistens enttäuscht wird. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es nicht an dieses unglaubliche Niveau gelangt, das man sich anfangs gewünscht hat. Ich habe mir vor dem Film keine Kritik oder Meinung von jemand anderem angesehen. Ich wollte völlig ohne positives oder negatives Feedback in die Geschichte rund um Pennywise starten und was soll ich sagen? Ich war begeistert. Der Film ist in zwei Teile aufgespalten. Zum einen der erste Teil, in dem es um die Kindheit der Hauptpersonen geht und zum anderen der zweite Teil, der dann, wie auch im Buch, von den sieben Freunden als Erwachsene handelt. Von der ersten bis zur letzten Minuten wurde ich keinen Moment enttäuscht. Die Schauspieler sind überragend, die Special Effects sind klasse und die Spannung, die sich über den kompletten Film zieht, wird von Anfang bis Ende aufrecht erhalten und alles ist so gut miteinander verbunden und passt zueinander. Jeder Charakter ist so, wie ich ihn mir im Buch immer ausgemalt hatte und obwohl es ein so langes und intensives Buch ist, hatte ich im Kino nicht das Gefühl, dass etwas wichtiges ausgelassen wurde. Natürlich wirkt sich dieser Split in zwei Teile positiv auf die Story aus, da es nicht so gequetscht werden musste und obwohl es auch negative Stimmen gibt („Geldmacherei“ usw.) gehöre ich zu dem Teil der Bevölkerung, der das Ganze nicht so schlecht findet. Das einzige was mich ein wenig stört ist, dass der Zeitabstand so groß ist. 2019 ist dann doch ein großer Sprung, —aber wenigstens kann man sich so auf etwas freuen. Für mich jedenfalls der beste Film aus dem Jahr 2017 und ich würde am liebsten noch einmal, zweimal, zwanzig mal ins Kino gehen, ich bekomme von diesem Clown einfach nicht genug!

Fazit: Eine sehr klare Empfehlung, großartiger Cast, tolle Story und super Grusel-Faktor! Ab ins Kino!

Rating: ★★★★★

 

 

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P.S. I still love you – Rezension

Die Zeit ist so schnell vergangen. Die langen Sommernächte, bei denen man bis spät abends noch mit seinem Buch auf der Terrasse sitzten konnte und das Gefühl am Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen hat sich verabschiedet und ist purer Dunkelheit gewichen, die mich nun jeden Morgen vor der Arbeit empfängt. Ich bin total verfroren und deswegen ist es wirklich eine große Überwindung für mich, aufzustehen und mich ins Bad zu schleppen, umgeben von meinen beiden schreienden Katzen, die es darauf abgesehen haben, so lange zwischen meine Beine zu rennen, bis sich einer von uns verletzt. Zähneputzen, füttern, Schuhe an, E-Book wie immer zu Hause vergessen und los fahren. So sieht im groben mein Morgenritual aus, da kann ich leider nicht mit den Beauty-Youtubern mithalten. Ich bin ehrlich gesagt wirklich froh, wenn ich es fertig bringe, zwei gleiche Socken anzuziehen.

Auf meinen Autofahrten hat mich dieses Mal wieder ein anderes Hörbuch begleitet, bzw. eine Fortsetzung. Ich habe mich so an das Gefühl gewöhnt, in meinem Auto etwas anderes als Musik zu hören, dass ich es mir ohne nicht mehr vorstellen könnte. Bei meiner Rezension handelt es sich heute um „P.S. I still love you“, welches ich freundlicherweise, wie den Vorgänger, von RandomHouse (cbj) zur Verfügung gestellt bekommen habe. Dafür ein riesiges Dankeschön!

Ihr lieben: Am besten erst lesen, wenn ihr den ersten Teil kennt, da ich auf Ereignisse aus Teil 1 eingehen werde. Weiterlesen „P.S. I still love you – Rezension“

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Das Fundament der Ewigkeit – Rezension

Vor ein paar Wochen kam ich an einem Donnerstag erst spät von der Arbeit nach Hause. Ich war so müde, erschöpft und genervt, dass ich einfach meine Ruhe wollte und am liebsten nur ins Bett gefallen wäre. Ich sperre also die Tür auf, maule meine Katze an die mich mauzend empfängt und gehe ins Wohnzimmer. Doch das, was ich da zu Gesicht bekomme, lässt den ganzen anstrengenden Tag verschwimmen und ich beginne, übers ganze Gesicht zu strahlen: Ein Packet von Bastei Lübbe. Ich springe auf die Couch und reiße die Verpackung auf und ich erblicke eins der schönsten Bücher, die ich je besessen habe: „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett. Bisher haben mir alle Umschläge von ihm gefallen aber dieses Mal wurden alle meine Erwartungen übertroffen. Auf der ersten Seite sehen wir eine Landkarte und der Umschlag ist im Hintergrund von Schriftstücken ausgestaltet. Ich war begeistert. Also sprang ich sofort unter die Dusche, machte mir ein Sandwich und legte mich ins Bett. Noch am selben Abend begann ich zu lesen und konnte bis in die Nacht hinein nicht damit aufhören.


Kurzinfo
– aus dem Bastei Lübbe Verlag
– 1162 Seiten
– erschienen am 12.09.17 in Deutschland
– Historischer Roman
– holt es euch hier


Der Inhalt/Klappentext: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe … nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen.

Auch im dritten Buch dreht es sich wieder um Kingsbridge, allerdings steht dieses Mal nicht die Kathedrale im Mittelpunkt sondern die Menschen. Die erfolgreiche Geschäftsfrau und ihre zwei Söhne, bei welchen sich der eine in den Dienst der Königin stellt, der Graf, die Bürgermeisterfamilie und auch der König und vor allem die Königin bilden die Hauptrollen in diesem Buch, welche man, gemeinsam mit den anderen Charakteren, am Anfang des Buches im Glossar nachlesen kann. Wir bleiben nicht nur bei der Kathedrale, es verschlägt uns nach Paris,  die Antwerpen und nach London. Die Geschichte spielt in der Zeit der Glaubenskriege, welches eine übergeordnete Handlung in dem Buch einnimmt. Doch natürlich darf die Liebe, Intrigen und Macht fehlen in diesem Roman nicht, sie werden an den richtigen Stellen eingebaut.

Meine Meinung: Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag von ganzem Herzen für dieses wundervolle Rezensionsexemplar, ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so über ein Päckchen gefreut habe. Ken Follett ist dafür bekannt, historische Gegebenheiten sehr gut zu recherchieren. Da ich vorher noch nicht so viel über diese Zeit und die Konflikte wusste, die es zwischen Katholiken und Protestanten gab, ist es für mich besonders interessant gewesen im Martin Luther Jahr dieses Buch  lesen zu können, durch welches das Ganze in eine Liebesgeschichte und das Zusammenspiel von verfeindeten Herrschaftsgeschlechtern eingepackt ist. Dass die Geschichte nicht mehr nur in Kingsbridge spielte, hat mich anfangs etwas traurig gemacht, jedoch fand ich, dass es der Autor wieder geschafft hat, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über die Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung in Europa aufzeigt. Ich hatte unglaublichen Spaß daran, in diese Welt einzutauchen. Wie es bei Ken Follett üblich ist, werden die Charaktere detailliert geschildert, so dass sich man richtig in ihre Geschichte hineinfinden kann. Leider gab es einige Doppelnamen, die mich an manchen Stellen etwas verwirrt hatten. Ich finde an der Art, dass es entweder nur sehr böse oder sehr gute Charaktere gibt, hat sich nichts geändert. Durch die, für mich sehr gut geschilderten Religionskriege gefällt mir dieses Buch von Ken Follett am besten!

Fazit: Eine fantastisch beschriebene Reise durch das 16. Jahrhundert. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für Geschichte interessiert und ein Fan von Follett ist, mich hat er jedenfalls nicht enttäuscht.

Rating: ★★★★★

 

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The Amateurs – Rezension

Kennt ihr das? Ihr lest ein Buch, weil ihr den Autor oder die Autorin schon in anderen Büchern lieben gelernt habt und ihr das Gefühl habt, jedes Buch von ihm oder ihr lesen zu können? So geht es mir mit Sara Shepard. „Pretty Little Liars“ hat mich durch die Anfänge meiner Jugend begleitet und ich habe die Reihe damals verschlungen. Nachdem ich „The Lying Game“ anschließend ausließ, war „The Amateurs“ das nächste Buch dieser Autorin, welches ich nun in einigem Abstand zu den Liars gelesen habe.


Kurzinfo:
– Verlag:cbt
– 378 Seiten
– erschienen im Februar 2017
– hier bestellen


Um was gehts? Eine unserer Protagonistinnen, Aerin, war elf Jahre alt, als ihre Schwester Helena verschwand. Fünf Jahre später wird ihre Leiche gefunden und ein weiteres Jahr darauf legt die Polizei, ohne eine Spur des Mörders, den Fall zu den Akten. Damit will sich Aerin aber nicht zufrieden geben und macht sich selbst auf die Suche nach Antworten. Sie stöbert im Internet und findet die Website Case Not Closed und nimmt Kontakt mit zwei Teenagern auf, die den Namen Seneca und Maddox tragen. Diese haben ebenfalls Familienmitglieder verloren, weshalb sich Aerin sofort mit ihnen verbunden fühlt. Sie machen sich auf die Suche, um herauszufinden, was Helena passierte und kommen dem Ergebnis immer näher. Doch als ihre Nachforschungen voranschreiten, schwant ihnen, dass ihre Zusammenarbeit kein Zufall ist. Und dass etwas – oder jemand – alle drei Fälle verbindet.

Meine Meinung: Ich fand es wirklich gut. Der Schreibstil war super flüssig und ich konnte mich richtig in die Protagonisten hineinversetzten. Die Geschichte beginnt sofort und man hat als Leser das Gefühl, sich mitten im Geschehen zu befinden. Aerin wächst einem durch ihren Verlust total ans Herz und man wünscht sich einfach, sie in den Arm nehmen zu können und ihr helfen zu können, diesen Fall zu lösen. Außerdem gefällt mir die Idee, dass sie sich mit anderen verbündet und wir auch über diese Protagonisten viel erfahren können. Natürlich – wer Sarah Shepard liest, weißt was er bekommt. Die Geschichten sind immer sehr ähnlich aufgebaut: Eine Tragödie und eine Gruppe Teenager, die sich dem ganzen Stellen möchten. Aber wenn man sich mit ihr wohlfühlt, finde ich, kann man so gut wie alle Bücher von Shepard lesen. Es ist zwar nichts, was mir langzeitig im Kopf bleiben wird, aber es war ein schönes, kurzweiliges Lesevergnügen und ich freue mich sehr auf den 2. Teil, der im Dezember erscheinen wird. Natürlich ist die Geschichte eher auf jüngere Leser zugeschnitten aber ich fühle mich mit 20 wirklich nicht zu alt darin einzutauchen und mich in die Story hineinzufühlen. Natürlich erreicht die Geschichte mich nicht auf der Ebene von wirklich richtig guten Büchern mit eine Lehre und wichtigen Themen, aber das lesen hat großen Spaß gemacht. Das einzige, was mich etwas gestört hat war, dass ich das Ende schon ahnte und so die Spannung etwas verloren ging.

Fazit: „Pretty Little Liars“ Fans und die, die auf kurzweilige, gut geschriebene Bücher Lust haben, sollten sich „The Amateurs“ mal anschauen!

Rating: ★★★☆☆ – ★★★★☆ (3,5 Sterne)

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Stephen King: Es – Kritik

Ich war schon viel zu lange nicht mehr im Kino. Hätte ich dieses Wochenende nicht krank im Bett gelegen, wäre ich bestimmt gegangen und hätte mir Stephen King’s „Es“ angesehen. Zum einen natürlich der offensichtliche Grund, dass ich verrückt nach King bin und am liebsten sofort alles was er je geschrieben hat lesen wollen würde und zum anderen, weil der Trailer wirklich klasse aussieht (schaut ihn euch hier an). Doch weil ich im Bett liegen bleiben musste und viel Zeit zum lesen hatte ist mir aufgegangen, dass ich ja meine Rezension zum Buch noch nicht veröffentlicht habe. Was gibt es schöneres als an einem Sonntag auf der Couch zu liegen, draußen dem Regen zuzusehen und zu einem der besten seine Meinung zu teilen.

Was erzählt King in seinem Buch „Es“? Es beginnt mit einem kleinen Jungen im gelben Anorak, der die Straße entlangläuft, um sein kleines Papierboot treiben zu lassen. Doch dann trifft er auf etwas Schreckliches: Es, das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens. Circa alle 30 Jahre passiert es wieder: Kinder verschwinden, Menschen sterben und keiner findet die Antwort für diese Verbrechen. Bis 7 Kinder sich entscheiden, „Es“ zu jagen und zur Strecke zu bringen. Wird ihnen das gelingen?


Es von Stephen King

Kurzinfo:
– 1986 erschienen
– 1536 Seiten
– hier könnt ihr euch das Buch holen
– der Film ist seit 28.9 im Kino


Meine Meinung: Das Buch ist in 2 große Zeitsprünge unterteilt: Die Vergangenheit, also als die 7 Hauptpersonen Kinder waren und die Gegenwart, in der sie Erwachsen sind. King nimmt sich wie gewohnt unglaublich viel Zeit, die Charaktere vorzustellen und gibt uns anfangs einen Einblick in ihre Welt als Erwachsene. Der Schreibstil hat mir von allen Büchern, die ich von King gelesen habe, am besten gefallen. Trotz der hohen Seitenanzahl kam ich zügig voran und habe mich mit der Geschichte unglaublich wohlgefühlt. Wir sind im geliebten Derry, wie schon in „Der Anschlag“ und ich mag es sehr, dass die Orte der Bücher in anderen immer wieder auftauchen können. In manch anderen Werken war mir die Beschreibung etwas zu lang (z.B. „The Stand“), nicht jedoch hier. Bei jeder Beschreibung folgt man der Geschichte gespannt und möchte mehr über jede einzelne Person erfahren. Das reinkommen war für mich das schwierigste, da ich am Anfang nicht genau wusste, um was es in dem Buch überhaupt geht, außer vielleicht um einen gruseligen Clown. Ich wusste einfach nicht auf was ich mich einstellen sollte aber nach den ersten Seiten war ich direkt gefesselt und konnte nicht mehr aufhören, mehr über die Geschehnisse in Derry zu erfahren. Die Sprünge in die Vergangenheit sind alle perfekt eingearbeitet und man freut sich auf jeden einzelnen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Mit der Zeit erlangt man eine vage Vorstellung davon, was „Es“ ist, aber die Darstellung von Stephen King hat mich doch überrascht, so wie einiges in dem Buch, und das macht es meiner Meinung nach auch zu seinem besten Buch (welches ich bisher gelesen habe), da dort wirklich alles stimmig ist und man voll auf seine Kosten kommt.

Fazit: Ein Meisterwerk! Ich war wirklich traurig, als ich merkte, dass das Buch bald vorbei ist, auch wenn es ein Buch ist, in welches man viel Zeit investieren muss. Ich war immer komplett in die Geschichte versunken und ich fand auch das Ende perfekt, ich persönlich hätte mir kein anderes gewünscht. Eines der besten, wenn nicht das beste Buch, was ich je gelesen habe.

Rating: ★★★★★
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Good as Gone – Rezension

Es gibt Bücher, die von einem selbst nicht richtig gewürdigt werden. Möglicherweise, weil man gerade keine Lust auf das Genre hat, in ein Leseloch fällt oder gerade an allem, was der Autor niedergeschrieben hat, etwas auszusetzen hat. Genau das ist mir mit „Good as Gone“ passiert. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Buch niemals endet, weil ich einfach zu wenig Zeit zum lesen hatte und als ich dann am Abend ins Bett gegangen bin, um ein paar Kapitel zu lesen, war mir das Thema einfach zu viel für eine Abendlektüre. Also bin ich wochenlang um dieses Buch herumgeschlichen und musste mich fast schon zwingen, ein paar Seiten zu überfliegen.

Um was geht’s? Die Eltern Tom und Anna haben das schlimmste erlebt, das Eltern passieren kann: Ihre 13-jährige Tochter Julie verschwindet spurlos. Die einzige Zeugin ist ihre kleine Schwester Jane, die sie und den Mann, der ihr ein Messer an den Rücken hält, beobachten kann, als sie das Haus verlassen. Jahrelange Suchaktionen der Polizei bleiben erfolglos, keine Spur und keine Hinweise. Nach acht Jahren dann plötzlich die Überraschung: Eine junge Frau steht vor der Tür der Familie und behauptet, Julie zu sein. Die Familie ist außer sich vor Freude. Endlich haben sie ihre langersehnte Tochter zurück. Doch dann geschehen Dinge, die sie zweifeln lassen. Julie verstrickt sich in Widersprüche und Anna beginnt, einen schrecklichen Verdacht zu hegen. Ist das wirklich ihr Kind? Sie beginnt die Suche nach der Wahrheit über diese junge Frau, die ihr so fremd und gleichzeitig so bekannt vorkommt. Sie wünscht sich so sehr, dass ihre Befürchtungen nicht stimmen, doch auf welche Abgründe sie auf der Suche nach der Wahrheit trifft, bringt ihre ganze Anschauung auf ihre Familie ins wanken. Weiterlesen „Good as Gone – Rezension“

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Forbidden – Rezension

Es gibt viele unangenehme Seiten am krank sein. Da sind natürlich die Schmerzen, die Müdigkeit, die Erschöpfung oder die laufende, geschwollene Nase. Aber was noch viel schlimmer ist, ist der Fakt, dass man gerade ein Buch liest, auf das man momentan einfach keine Lust hat. Genauso ist es mir ergangen, denn seit ich mit „Good as Gone“ angefangen hatte, war ich in einer riesigen Leseflaute, ich hatte das Gefühl, dieses Buch würde niemals enden und so griff ich statt dem Buch doch öfter zur Fernbedienung, um auf Netflix nach Serien zu suchen, auf Sky „Masterchef“ zu schauen oder doch lieber im Bett zu liegen und ein Hörbuch zu hören. Am Mittwoch Abend, nachdem ich den ganzen Tag verschlafen hatte, habe ich mein E-Book raus gekramt, um es für die Arbeit nächste Woche anzustecken und staunte nicht schlecht, als ich ein Buch entdeckte, das mir schon lange nicht mehr in den Sinn kam. „Forbidden“. Das Buch, welches ich mir ausschließlich wegen der Bewertungen auf Goodreads geholt habe und weil es das Buch nicht mehr im Hardcover zu kaufen gab, entschied ich mich für die digitale Ausgabe. Weiterlesen „Forbidden – Rezension“