Allgemein · rezensiert

Der Freiwillige – Rezension

Der Geschichtsunterricht in der Schule behandelt vieles, das vor einigen Jahrzehnten in Deutschland und Europa passiert ist. Die Industrialisierung, der Vormärz und die Weimarer Republik sind nur wenige der vielen Stationen, die wir in den Schuljahren bis zum Abschluss durchlaufen. Leider habe ich während der Realschulzeit nie sonderliches Interesse für die deutsche Geschichte gezeigt, außer bei einem Thema: Dem zweiten Weltkrieg. Die Gründe dafür habe ich mir immer darin erklärt, dass der zeitliche Abstand zu so einem dramatischen Ereignis im Vergleich zu den anderen sehr kurz war. Viele Großeltern haben entweder im Krieg gedient oder können sich noch lebhaft an die Nachkriegszeit erinnern. Da mein Interesse also damals schon vorhanden war, musste ich dieses Buch einfach lesen.

Dieses Hörbuch wurde mir freundlicherweise vom Penguin Random House- Verlag bereitgestellt – vielen Dank ♡

Um was geht’s? Im Sommer 1940, nach der Besetzung Polens durch die Nazis, nahm der polnische Untergrundagent Witold Pilecki eine Mission an, um das Schicksal Tausender Menschen aufzudecken, die in einem eben erst errichteten Konzentrationslager interniert waren. Seine Mission war es, über die dortigen Verbrechen zu berichten und im Geheimen eine Truppe aufzustellen, um einen Aufstand anzuführen. Der Name des Internierungslagers – Auschwitz. In den nächsten zweieinhalb Jahren, die Pilecki im Lager verbrachte, schuf er ein Untergrundnetzwerk, dem es gelang, Beweise für die Gräueltaten der Nazis nach draußen zu schmuggeln. Die Berichte aus dem Lager prägten die Reaktion der Alliierten auf den Holocaust – doch Pileckis Geschichte geriet jahrzehntelang in Vergessenheit.

Kurzinfos

♡ 592 Seiten

♡ Oktober 2022 erschienen

hier kaufen

♡ Genre: Biografie

Meine Meinung: Der Autor Jack Fairweather nutzt für die Biografie unveröffentlichte Familienpapiere, neu veröffentlichte Archivdokumente und exklusive Interviews mit überlebenden Widerstandskämpfern- und das merkt man. Die Geschichte ist sehr bedrückend und in vielen Teilen natürlich auch beängstigend. Zu Wissen, dass viele Menschen vor nicht einmal hundert Jahren ihr Leben im Krieg und in Ausschwitz verloren haben, tut wirklich weh. Ich habe das Buch wirklich schnell gelesen, musste es aber an dem ein- oder anderen Abend doch einmal zur Seite legen und über das gelesene nachdenken. Am meisten hat mich bewegt, wie schnell es passieren kann, dass an einem Ort Grausamkeit und Bösartigkeit zur Tagesordnung werden können. Über die Menschen, die fähig sind, dem Gegenüber so unaussprechliche Dinge, wie in Ausschwitz anzutun, möchte ich nicht nachdenken. Aber diesen Menschen stehen auch unzählige Personen gegenüber, die demonstriert haben, wie selbstlos und mutig sie sind. Dieses Buch sollte in den Geschichtsunterricht eingebaut werden, damit die neuen Generationen nie vergessen, vor was wir uns in Zukunft schützen müssen.

Fazit: In diesem Buch dürfen wir seinen Weg verfolgen und uns erneut ins Gedächtnis rufen, wie wichtig es ist, dass sich das, was damals in den Konzentrationslagern passiert ist, nicht wiederholt.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Spannung ★★★★☆( 4 / 5 )

wie sicher ist es, das ich noch ein Buch vom Autor lese? ★★★★☆ ( 4 / 5 )

= 4 ★★★★

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