rezensiert

Miracle Creek – Rezension

Ich weiß nicht, wie viele von euch das aus eigener Erfahrung nachvollziehen können, aber je länger man sich von seinem Blog abwendet, sich zwingt, endlich wieder zu schreiben, desto weiter entfernt man sich. Zwar empfindet man immer noch die selbe Liebe zu dem was man aufgebaut hat, wie zu Beginn, jedoch weiß man irgendwie einfach nicht mehr, wie man anfangen soll. Als ich heute mit „Miracle Creek“ fertig wurde, kam dieser Wunsch, darüber zu schreiben, vor mir. Nicht die gefühlte „Pflicht“, die ich so lange gefühlt habe, während ich gelesen habe, sondern ein Wunsch. Gefunden habe ich das Buch nicht wie normalerweise in dem kleinen Buchladen meiner Stadt, sondern über die „Besten Bücher aus 2019“ von der Website „Goodreads“. Nach den ersten positiven Erfahrungen vom letzten Jahr, habe ich angefangen die Seite regelmäßig für Inspirationen zu nutzen und habe mich riesig gefreut, als ich den Klappentext des Buches las.

Um was geht’s? In der Kleinstadt Miracle Creek in Virginia geht ein Sauerstofftank in Flammen auf. Zwei Menschen sterben – Kitt, die eine Familie mit fünf Kindern zurücklässt, und Henry, ein achtjähriger Junge. Im Prozess wegen Brandstiftung und Mord sitzt Henrys Mutter Elizabeth auf der Anklagebank. Und die Beweise sind erdrückend. Hat sie ihren eigenen Sohn ermordet? Während ihre Freunde, Verwandten und Bekannten gegen sie aussagen, wird klar: In Miracle Creek hat jeder etwas zu verbergen.


Kurzinfo:

♡ April 2019 erschienen

♡ Genre: Roman / Thriller

♡ rund 500 Seiten

 hier kaufen


Meine Meinung: Wenn man sich ein gebundenes Buch kauft, hat man schon bestimmte Ansprüche. Keiner gibt 22 Euro aus und denkt sich: „Hm, also ich bin mir jetzt nicht sicher, ob mir das Buch zusagt oder nicht.“, sondern: „Oh ja, dieses Buch wird richtig gut sein und mein Leben verändern und deswegen gehe ich statt zum Abendessen zur Buchhandlung und lege mir das gebundene Exemplar zu, anstatt mich mit dem Taschenbuch zufrieden zu geben!“ Dementsprechend war natürlich auch meine Einstellung. Ich kann nicht ausschließen, ob ich auch deshalb mehr von solchen Büchern erwarte, weil ich weiß, dass ich mehr investiert habe. Jedenfalls habe ich eine knappe Woche gebraucht, es durchzulesen. Oft war es zäh, bis es – etwa ab den letzten 200 Seiten- flüssiger und besser zu lesen war. Wir werden das ganze Buch Zeugen eines Gerichtsprozesses. Die Kapitel sind nach den Personen benannt, welche sich gerade im Zeugenstand befinden, bzw. aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Das Thema ist nichts für schwache Nerven, schließlich geht es um Kindesmord und Kinder mit schweren Behinderungen. Die Autorin hat es geschafft, die Sicht der Mütter, der Angeklagten und der Opfer, so detailliert und echt dargestellt, dass man als Leser das Gefühl hatte, die Personen zu kennen und ihre Gedankengänge und Gefühle verstehen zu können. Wenn man sich vorstellt, als Mutter eines verstorbenen Kindes vor der Anklagebank zu sitzen, wird es einem jetzt schon ganz anders und dieses Gefühl begleitet einen bis zum Schluss. Das Ende hat meiner Meinung nach das Buch schlussendlich abgerundet.

 Fazit: teilweise etwas anstrengend von Anfang an dabeizubleiben, jedoch zum Ende hin doch noch ein Leseerlebnis!

Rating★★★★

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