rezensiert

Ich soll nicht lügen – Rezension

Mein Urlaub neigt sich schön langsam dem Ende zu. Seit über einer Woche bin ich bereits in der Türkei und ich spüre richtig, wie mein Kopf wieder freier und meine Gedanken klarer geworden sind. Ich hatte endlich wieder Zeit zum fotografieren, lesen und einfach dafür, in der Sonne zu liegen und die Augen zu schließen. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn ihr wisst, das ihr euch nicht beeilen müsst, ihr den Tag einfach so gestalten könnt, wie ihr wollt? Das beschreibt meinen momentanen Zustand wirklich sehr gut.
Nach „Die sieben Schwestern“ habe ich mich auf ein Buch konzentriert, dass nicht nur schon sehr lange auf meinem Sub liegt, sondern ich es auch schon einige Zeit mit ein paar Unterbrechungen lese. Freundlicherweise wurde mir dieses Buch als Leseexemplar von der NetGalley in Form eines E-Books zur Verfügung gestellt – vielen Dank dafür!

Um was geht’s? Zwei Frauen umkreisen einander in einem Netz aus Lügen. Wer ist Täter, wer ist Opfer? »Er war die Liebe meines Lebens.« »Warum wusste ich nicht, dass mein Bruder verlobt ist?« »Er war depressiv und wollte sich umbringen.« »Mein Bruder hatte keine Depressionen.« »Er ist einfach gesprungen.« »Und wenn ihn jemand gestoßen hat?« »Ich bin die Liebe seines Lebens.« »Bist du seine Mörderin?«
Mags‘ Bruder Abe liegt im Koma. Er ist von einer Treppe zwölf Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei glaubt seiner Verlobten Jody, dass es ein Selbstmordversuch war. Mags glaubt ihr nicht. Sie ist sicher, dass Jody lügt. Aber warum? Psychologisch raffinierte Spannung für die Fans von „Girl on the Train“ und „Die Witwe“.


Kurzinfo:
– September 2017 erschienen
– Genre: Krimi/Thriller
– rund 380 Seiten
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Meine Meinung: Puh, ich kann es einfach nicht leiden, etwas über ein Buch zu schreiben, dem ich einfach garnichts abgewinnen konnte. Beginnen wir mal mit den Personen: Mags, die Schwester von Abe, ist relativ kühl und distanziert. Sie ist keine Person die „um den heißen Brei“ herumredet und ist jedem Charakter im Buch gegenüber sehr direkt. Sie hatte schon einige Zeit keinen Kontakt mehr mit ihrem Bruder und deshalb versucht sie nun herauszufinden, wer ihr Bruder eigentlich wirklich war. Jody, Abes Freundin hingegen ist das genaue Gegenteil. Ängstlich, vorsichtig und unglaublich zart und schüchtern. Das beschreibt sie eigentlich recht treffend. Das einzige was wir aus Jodys Mund hören, ist die große Liebesgeschichte rund um sie und ihren Verlobten.
Diese beiden Damen würde ich jetzt mal als „Hauptpersonen“ betiteln. Leider bin ich weder mit Megs noch mit Judy besonders warm geworden. Ich war während dem lesen häufig von den Entscheidungen der Protagonisten genervt und fand mehr als ein paar Handlungsstränge sehr unrealistisch.
Die Geschichte an sich lässt sich eigentlich relativ flüssig lesen und gibt durch den Erzählerwechsel in den einzelnen Kapiteln immer wieder neuen Aufschwung, der der Geschichte wirklich gut tut.
Leider muss ich aber auch anmerken, dass das Buch unglaublich viele Rückblicke und Zeitsprünge beinhaltet, die es mir schwer gemacht haben, der Story durchgängig zu folgen. Auf einmal gelangen so viele Personen in den Vordergrund und man hat das Gefühl, dass der Autor auf den letzten 50 Seiten nochmal jeden einzelnen Charakter aufrufen möchte, der einmal in der Geschichte erwähnt wurde.

Fazit: seichte Geschichte für zwischendurch, aber sicher kein Lesehighlight.

Rating★★★☆

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