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Das Fundament der Ewigkeit – Rezension

Vor ein paar Wochen kam ich an einem Donnerstag erst spät von der Arbeit nach Hause. Ich war so müde, erschöpft und genervt, dass ich einfach meine Ruhe wollte und am liebsten nur ins Bett gefallen wäre. Ich sperre also die Tür auf, maule meine Katze an die mich mauzend empfängt und gehe ins Wohnzimmer. Doch das, was ich da zu Gesicht bekomme, lässt den ganzen anstrengenden Tag verschwimmen und ich beginne, übers ganze Gesicht zu strahlen: Ein Packet von Bastei Lübbe. Ich springe auf die Couch und reiße die Verpackung auf und ich erblicke eins der schönsten Bücher, die ich je besessen habe: „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett. Bisher haben mir alle Umschläge von ihm gefallen aber dieses Mal wurden alle meine Erwartungen übertroffen. Auf der ersten Seite sehen wir eine Landkarte und der Umschlag ist im Hintergrund von Schriftstücken ausgestaltet. Ich war begeistert. Also sprang ich sofort unter die Dusche, machte mir ein Sandwich und legte mich ins Bett. Noch am selben Abend begann ich zu lesen und konnte bis in die Nacht hinein nicht damit aufhören.


Kurzinfo
– aus dem Bastei Lübbe Verlag
– 1162 Seiten
– erschienen am 12.09.17 in Deutschland
– Historischer Roman
– holt es euch hier


Der Inhalt/Klappentext: 1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe … nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen.

Auch im dritten Buch dreht es sich wieder um Kingsbridge, allerdings steht dieses Mal nicht die Kathedrale im Mittelpunkt sondern die Menschen. Die erfolgreiche Geschäftsfrau und ihre zwei Söhne, bei welchen sich der eine in den Dienst der Königin stellt, der Graf, die Bürgermeisterfamilie und auch der König und vor allem die Königin bilden die Hauptrollen in diesem Buch, welche man, gemeinsam mit den anderen Charakteren, am Anfang des Buches im Glossar nachlesen kann. Wir bleiben nicht nur bei der Kathedrale, es verschlägt uns nach Paris,  die Antwerpen und nach London. Die Geschichte spielt in der Zeit der Glaubenskriege, welches eine übergeordnete Handlung in dem Buch einnimmt. Doch natürlich darf die Liebe, Intrigen und Macht fehlen in diesem Roman nicht, sie werden an den richtigen Stellen eingebaut.

Meine Meinung: Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag von ganzem Herzen für dieses wundervolle Rezensionsexemplar, ich kann mich nicht erinnern, wann ich mich das letzte Mal so über ein Päckchen gefreut habe. Ken Follett ist dafür bekannt, historische Gegebenheiten sehr gut zu recherchieren. Da ich vorher noch nicht so viel über diese Zeit und die Konflikte wusste, die es zwischen Katholiken und Protestanten gab, ist es für mich besonders interessant gewesen im Martin Luther Jahr dieses Buch  lesen zu können, durch welches das Ganze in eine Liebesgeschichte und das Zusammenspiel von verfeindeten Herrschaftsgeschlechtern eingepackt ist. Dass die Geschichte nicht mehr nur in Kingsbridge spielte, hat mich anfangs etwas traurig gemacht, jedoch fand ich, dass es der Autor wieder geschafft hat, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über die Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung in Europa aufzeigt. Ich hatte unglaublichen Spaß daran, in diese Welt einzutauchen. Wie es bei Ken Follett üblich ist, werden die Charaktere detailliert geschildert, so dass sich man richtig in ihre Geschichte hineinfinden kann. Leider gab es einige Doppelnamen, die mich an manchen Stellen etwas verwirrt hatten. Ich finde an der Art, dass es entweder nur sehr böse oder sehr gute Charaktere gibt, hat sich nichts geändert. Durch die, für mich sehr gut geschilderten Religionskriege gefällt mir dieses Buch von Ken Follett am besten!

Fazit: Eine fantastisch beschriebene Reise durch das 16. Jahrhundert. Ich empfehle dieses Buch jedem, der sich für Geschichte interessiert und ein Fan von Follett ist, mich hat er jedenfalls nicht enttäuscht.

Rating: ★★★★★

 

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4 Kommentare zu „Das Fundament der Ewigkeit – Rezension

  1. Hallo, vielen Dank für die tolle Rezension. Fa bekomme ich direkt Lust, mal wieder einen historischen Roman zu lesen. War bis vor 1-2 Jahren mein Lieblingsgenre und dann kam die Flaute. Ich denke, ich versuche es mal wieder mit Follett.
    Liebe Grüße Katrin

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe bisher nur den ersten Band, Die Säulen der Erde, gelesen. Ich war da noch ein wenig jünger, weshalb mich das Buch Ewigkeiten gekostet hat, bis ich fertig war aber letztendlich war ich schwer begeistert. Trotzdem traue ich mich nicht so wirklich an die zwei nächsten Bände …

    Gefällt 1 Person

    1. Ich verstehe dich total, man muss auch einfach in einer Stimmung dafür sein, finde ich. Hol dir doch mal die Hörbücher, so hab ich es gemacht. Ich finde, dafür eignen sich die Bücher super und du merkst, ob dir die Story gefällt und dann evtl. aufs Buch umsteigen 🙂

      Gefällt 1 Person

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