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Stephen King: Es – Kritik

Ich war schon viel zu lange nicht mehr im Kino. Hätte ich dieses Wochenende nicht krank im Bett gelegen, wäre ich bestimmt gegangen und hätte mir Stephen King’s „Es“ angesehen. Zum einen natürlich der offensichtliche Grund, dass ich verrückt nach King bin und am liebsten sofort alles was er je geschrieben hat lesen wollen würde und zum anderen, weil der Trailer wirklich klasse aussieht (schaut ihn euch hier an). Doch weil ich im Bett liegen bleiben musste und viel Zeit zum lesen hatte ist mir aufgegangen, dass ich ja meine Rezension zum Buch noch nicht veröffentlicht habe. Was gibt es schöneres als an einem Sonntag auf der Couch zu liegen, draußen dem Regen zuzusehen und zu einem der besten seine Meinung zu teilen.

Was erzählt King in seinem Buch „Es“? Es beginnt mit einem kleinen Jungen im gelben Anorak, der die Straße entlangläuft, um sein kleines Papierboot treiben zu lassen. Doch dann trifft er auf etwas Schreckliches: Es, das Böse in Gestalt eines namenlosen Grauens. Circa alle 30 Jahre passiert es wieder: Kinder verschwinden, Menschen sterben und keiner findet die Antwort für diese Verbrechen. Bis 7 Kinder sich entscheiden, „Es“ zu jagen und zur Strecke zu bringen. Wird ihnen das gelingen?


Es von Stephen King

Kurzinfo:
– 1986 erschienen
– 1536 Seiten
– hier könnt ihr euch das Buch holen
– der Film ist seit 28.9 im Kino


Meine Meinung: Das Buch ist in 2 große Zeitsprünge unterteilt: Die Vergangenheit, also als die 7 Hauptpersonen Kinder waren und die Gegenwart, in der sie Erwachsen sind. King nimmt sich wie gewohnt unglaublich viel Zeit, die Charaktere vorzustellen und gibt uns anfangs einen Einblick in ihre Welt als Erwachsene. Der Schreibstil hat mir von allen Büchern, die ich von King gelesen habe, am besten gefallen. Trotz der hohen Seitenanzahl kam ich zügig voran und habe mich mit der Geschichte unglaublich wohlgefühlt. Wir sind im geliebten Derry, wie schon in „Der Anschlag“ und ich mag es sehr, dass die Orte der Bücher in anderen immer wieder auftauchen können. In manch anderen Werken war mir die Beschreibung etwas zu lang (z.B. „The Stand“), nicht jedoch hier. Bei jeder Beschreibung folgt man der Geschichte gespannt und möchte mehr über jede einzelne Person erfahren. Das reinkommen war für mich das schwierigste, da ich am Anfang nicht genau wusste, um was es in dem Buch überhaupt geht, außer vielleicht um einen gruseligen Clown. Ich wusste einfach nicht auf was ich mich einstellen sollte aber nach den ersten Seiten war ich direkt gefesselt und konnte nicht mehr aufhören, mehr über die Geschehnisse in Derry zu erfahren. Die Sprünge in die Vergangenheit sind alle perfekt eingearbeitet und man freut sich auf jeden einzelnen, um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Mit der Zeit erlangt man eine vage Vorstellung davon, was „Es“ ist, aber die Darstellung von Stephen King hat mich doch überrascht, so wie einiges in dem Buch, und das macht es meiner Meinung nach auch zu seinem besten Buch (welches ich bisher gelesen habe), da dort wirklich alles stimmig ist und man voll auf seine Kosten kommt.

Fazit: Ein Meisterwerk! Ich war wirklich traurig, als ich merkte, dass das Buch bald vorbei ist, auch wenn es ein Buch ist, in welches man viel Zeit investieren muss. Ich war immer komplett in die Geschichte versunken und ich fand auch das Ende perfekt, ich persönlich hätte mir kein anderes gewünscht. Eines der besten, wenn nicht das beste Buch, was ich je gelesen habe.

Rating: ★★★★★
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4 Kommentare zu „Stephen King: Es – Kritik

  1. In der Tat eines von Kings besten Büchern, auch wenn mir persönlich „The Stand“ noch ein wenig besser gefallen hat. Was ich an „Es“ besonders schätze ist die Verknüpfung zwischen trivialen Ängsten, wie sie Kinder nun einmal haben (der Werwolf, die Mumie, der Monstervogel Rodan) und den tiefgreifenden psychologischen Schrecken, die dahinter liegen und bis in die Gegenwart des Romans nachwirken.

    Auf die neue Verfilmung bin ich sehr gespannt, vor allem, weil der Fernseh-Zweiteiler aus den 90ern trotz aller Mängel für mich zu den besten King-Verfilmungen zählt und die Darstellung des Clowns durch Tim Curry einfach ikonisch ist.

    Was ich im Übrigen auch sehr empfehlen kann, ist die ungekürzte Audible-Lesung des Romans. Das ist gleich noch einmal ein ganz anderes, sehr intensives Erlebnis.

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Michael,
      vielen Dank für deinen Kommentar, ich pflichte dir in allem bei und sehr gespannt auf „The Stand“, welches ich nach „Cujo“ lesen werde. Ich habe den Film vor einigen Jahren gesehen und war begeistert von Tim Curry, den ich in Rocky Horror so lieb gewonnen habe. Ich werde wahrscheinlich morgen ins Kino gehen und bin sehr gespannt. Gib mir auf jeden Fall Bescheid, wie dir der neue Film gefallen hat.
      Ich wünsche dir einen schönen Abend und morgen einen guten Start in die Woche 🙂
      Liebe Grüße 🙂

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