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Forbidden – Rezension

Es gibt viele unangenehme Seiten am krank sein. Da sind natürlich die Schmerzen, die Müdigkeit, die Erschöpfung oder die laufende, geschwollene Nase. Aber was noch viel schlimmer ist, ist der Fakt, dass man gerade ein Buch liest, auf das man momentan einfach keine Lust hat. Genauso ist es mir ergangen, denn seit ich mit „Good as Gone“ angefangen hatte, war ich in einer riesigen Leseflaute, ich hatte das Gefühl, dieses Buch würde niemals enden und so griff ich statt dem Buch doch öfter zur Fernbedienung, um auf Netflix nach Serien zu suchen, auf Sky „Masterchef“ zu schauen oder doch lieber im Bett zu liegen und ein Hörbuch zu hören. Am Mittwoch Abend, nachdem ich den ganzen Tag verschlafen hatte, habe ich mein E-Book raus gekramt, um es für die Arbeit nächste Woche anzustecken und staunte nicht schlecht, als ich ein Buch entdeckte, das mir schon lange nicht mehr in den Sinn kam. „Forbidden“. Das Buch, welches ich mir ausschließlich wegen der Bewertungen auf Goodreads geholt habe und weil es das Buch nicht mehr im Hardcover zu kaufen gab, entschied ich mich für die digitale Ausgabe.

Die Handlung? Es ist ein Tabuthema in unserer Gesellschaft und etwas, über das keiner spricht. Die sechzehnjährige Maya und ihr älterer Brüder Lochan haben eine große Aufgabe, denn sie müssen sich gemeinsam um ihre drei jüngeren Geschwister kümmern. Ihre Mutter ist Alkoholikerin, führt mit einem neuen Mann ein anderes Leben, in denen ihre Kinder keinen Platz haben. Sie lässt sich nur selten Blicken. Ihr Vater hat die Familie schon vor einigen Jahren verlassen. Maya und Lochan versuchen verzweifelt, die Familie zusammenzuhalten und das Leben mit den Kindern, gemeinsam mit dem stressigen Schulalltag unter einen Hut zu bekommen. Der einzige, der sie versteht, sind sie selbst. Sie spenden einander Trost, geben sich Halt und unterstützen sich wann immer es geht. Eines Tages wird aus dieser besonderen Beziehung mehr und sie beide wissen, dass sie etwas verbotenes tun, aber ihre Gefühle füreinander werden immer stärker und ihnen wird schmerzlich bewusst, dass sie es nicht mehr schaffen, sich voneinander fernzuhalten.


Kurzinfo:
– 448 Seiten
– erschienen im August 2011 im Oetinger Verlag
– Autorin: Tabitha Suzuma
– hier die englische Ausgabe, dort das deutsche E-Book


Meine Meinung: Puh. Ich bin gestern fertig geworden und musste mich erstmal sammeln. Das Buch hat mich unglaublich bewegt und ich hätte nie erwartet, dass ich mich so in die Geschichte eingebunden fühle. Ich hätte immer weiterlesen können, aber weil die Handlung wirklich nicht leicht zu verdauen ist, musste ich das Buch manchmal einfach weglegen. Ich bin immer noch erstaunt, wie es die Autorin geschafft hat, dieses Ende zu inszenieren und ich würde mir wünschen, zu wissen, wie die Geschichte um Lochan und Maya wohl weitergegangen wäre. Es ist so schwierig, hier die Gefühle aufzuzuzeigen, die dieses Buch bei mir ausgelöst hat, denn ich hatte oft Bücher, die mir gefallen und die mich berühren haben, aber dieses hat mich gerüttelt und aufgewühlt und ich finde es so ungerecht, dass die beiden in einem so jungen Alter schon auf sich gestellt sind. Ich habe angefangen, dieses Buch zu lesen und dachte, ich hätte eine Ahnung, wo das ganze hingehen sollte, wie die Geschichte verlaufen wird. Ich dachte wir sehen hier die Beschönigung von Inzest und ich war mir sicher, dass mir dieses Buch bestimmt nicht so gut gefallen würde, dass ich jetzt groß und breit darüber reden würde. Aber dieses Buch bricht dich, zerstört dich. Ich habe selten bei einem Buch geweint aber dieses Buch, dieses Ende.. ich will nicht zu viel vorausnehmen, aber bitte lest dieses Buch und bildet euch eure eigene Meinung. Ich finde es lohnt sich.

Fazit: LESEN! Egal wer, egal wo oder wann. Ihr müsst dieses Buch lesen!

Rating: ★★★★★ + Verbrauch von unzähligen Taschentüchern und rote, tränende Augen im Anschluss!

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