Allgemein

3% – Kritik

Im September sind schon wieder so viele tolle Bücher erschienen, dass ich es fast unmenschlich finde. Wie soll ich meine Serien- und Filmsucht befriedigen, wenn ich die ganze Zeit nur ans lesen denke? Momentan habe ich meine Netflix-Zeit auf eine Folge am Tag beschränkt und komme damit wirklich gut zurecht. Wer hätte gedacht, wie gut einem Serien gefallen können, wenn man etwas mehr Zeit hat, die Folgen einzeln zu verarbeiten, anstatt wie normalerweise alles an höchstens einem Wochenende durchzusuchten. Letzten Monat bin ich also wie immer auf Netflix unterwegs gewesen und habe nach interessanten Neuzugängen gesucht. Und tatsächlich bin ich da auf etwas gestoßen. Die Handlung hat mich sofort interessiert und so habe ich es mir am Abend im Bett bequem gemacht und die erste Folge angefangen. Das erste, das ich gemerkt habe: Kein Deutsch, nur Untertitel. Hier soll mich keiner falsch verstehen, ich bin ein großer Fan von Originalen, vor allem wegen der teilweise nicht ganz so passenden Synchronisation. Aber am Abend, nach der Arbeit will man eigentlich nicht mehr mit etwas anfangen, bei dem man dann doch mehr zuhören muss, als bei der Muttersprache. Noch überraschter war ich, als ich gesehen habe, dass die Serie aus Brasilien stammt und es daher besser wäre, mit der Serie direkt auf portugiesisch anzufangen und das habe ich dann schließlich auch getan.


Kurzinfo
➤ 8 Folgen à 50 Minuten
➤ Staffel 2 gerade in der Produktion
➤ erschienen in Deutschland im November 2016
➤ Netflix Original

Die Handlung von „3 %“ Die Serie Spielt in der Zukunft, in welcher ein Großteil der Bevölkerung in großer Armut lebt. Doch die Menschen erhalten eine einmalige Chance: Sie können ihrem Schicksal entkommen, indem sie im Alter von 20 Jahren eine Prüfung antreten, in welcher sie sich mittels verschiedener Tests beweisen müssen. Wenn man besteht, darf man sein restliches Leben auf der anderen Seite der Welt verbringen: Auf einer Insel, auf der es weder Elend noch Hass gibt und der Fortschritt großgeschrieben wird. Das einzige, was man tun muss? Bestehen. Der Haken an der Sache: Die Prüfung bestehen immer nur die besten 3% des Jahrgangs. Wäre dieser Druck nicht schon groß genug, müssen sich die Teilnehmer noch mit einer anderen Gefahr auseinandersetzen. In ihren Reihen befindet sich nämlich jemand, der gegen das Regime vorgehen will, und das mit allen Mitteln.

Meine Meinung Ich finde es schwierig, diese Serie zusammenzufassen ohne zu Spoilern. Es gibt zwar eine Hauptperson, aber auch alle anderen Charaktere werden ausgeleuchtet und jedem wird in einer Folge genügend Zeit eingeräumt, damit sich der Zuschauer in ihr vorheriges Leben hineinversetzten kann. „3 %“ erinnert etwas an „Tribute von Panem“, alleine von der Thematik. Armes Volk, reiche Oberschicht und ein Kampf, der entscheiden soll, wer es wert ist, dazuzugehören. Trotzdem hat es mir gefallen. Es hatte auch etwas eigenes. Einen Charme, den ich selten in Serien gesehen habe. Neben der eigentlichen Story hat man auch einfach so viel um das ganze drumherum erfahren. Über den Spielleiter, die Spieler selbst und sogar Personen, die garnicht mehttps://secretdiaryofanerd.wordpress.com/wp-admin/edit.phphr zur momentanen Story gehört haben. Die Folgen waren immer relativ offen gestaltet, so dass man am Ende einer jeden immer das Gefühl hatte, weiterschauen zu müssen. Die Spannung wurde immer wieder aufgebaut und zum Schluss hin habe ich einfach vergessen, ob die Darsteller nun englisch, deutsch oder portugiesisch sprachen, so sehr wurde man gefesselt. Auch das Ende war mehr als offen, daher war ich wirklich erleichtert, als ich nach kleinen Nachforschungen herausgefunden habe, dass seit Dezember letzten Jahres die zweite Staffel produziert wird.

Fazit Zwar nichts komplett neues, trotzdem eine Geschichte, die den Zuschauer durchaus überraschen und fesseln kann. Jeder Science-Fiction Fan kommt hier bestimmt auf seine Kosten.

Rating ★★★★☆

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